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Jahrgang 2025

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Jahrgang 2025

WIMMER-CZERNY, Demeterhof in Fels am Wagram, Austria
Veröffentlicht von Hans in Wein · Sonntag 26 Okt 2025 · Lesezeit 3:15
Tags: WeinJahrgang2025fruchtigeWeineEleganzDuft

Der neue Jahrgang 2025

Das ganze Jahr 2025 zeichnete sich aus durch einen Mix aus Wärme aber auch Feuchtigkeit, und auch einige wolkenbedekte Wochen mit mäßigter Temperatur, deswegen waren auch Weingärten mit gemäßigten Erträgen und guten Lagen bevorzugt. Dieses Jahr war ganz anders als das Vorige, die Weine haben wunderbare Düfte, Eleganz und feine Säure.

Der Vegetationsverlauf

Nach einem frühen warmen Vorjahr zeigte sich  2025 zu Beginn später und feuchter. Fast muß man an frühere  Wetterverläufe denken, wo die Reife anzustreben und schwerer zu erreichen warr. 1 Nacht anfangs April mit Spätfrost wurde durch Spritzung mit Baldrianpräparat abgemildert. Besonders die Rehe hatten wieder im Mai Triebe verspeist, als der Austrieb sich verlangsamte durch die kühle Witterung. Der Wetterumschwung anfangs Juni war extrem, einige Wochen Hitze bis 30 Grad , aber der Blüte schadete es nicht. Von Juli bis August folgte dann regenreiche Wochen, wie sie schon länger nicht mehr im Sommer zu beobachten waren, die Arbeiten verschoben sich wochenlang nach hinten.
Unser sparsamer Pflanzenschutz begann Juni und endete im Juli, wir machten mit Kieselpräparat weiter, sehr gesunde Trauben bestätigten unseren biodynamische Wirtschaftsweise, die Pilzkrankheiten zeigten sich kaum.
August bis September folgte trocken-heiße Zeit, die den Rückstand ziemlich aufholte, die Erntemenge wurde aber durch Wärme und Wasser ganz ansehlich ausgebildet, Alte Reben zeichnen sich jedoch durch asgeglichene Erträge aus.

In den letzten warmen Augusttagen wurde die alte Begrünung (Waldstaude, Wicke, Erbse machen immer eine tolle blühende Biomatte) mitsamt ihren alten Samen in den Boden schondend und oberflächlich eingearbeitet, die Samen keimten sofort durch die Wärme und Feuchte, sehr energieschonend und von allein.

Die Weinlese

Für die Frühsorten war bereits am 20 August der Beginn der Lese, bei sommerlichen Temperaturen. Sehr bald schwenkte das Wetter auf Herst und feucht-kühl um, sehr gut für Säure und Fruchtausbildujng. Langsam und selektiv arbeiteten wir uns mit der Handlese durch die Weingäten, ganz sicher war die Handlese heuer im Vorteil.
Während den Lesewochen gab es immer wieder Niederschläge und auch Sonne, aber der feucht-kühle herbstliche Charakter bileb bis zuletzt.. Die Ernte endete vorletztes Oktoberwochenende, mit nicht so hohen Zuckergraden aber reifen Trauben.
  Handlese versus Maschinenernte
...in einen feuchten Boden sollte man nicht mit mehr als 10 - 15 Tonnen schweren Maschinen fahren. Weiters geht jede Traube durch eine kontrollierende menschliche Hand, was besonders in einem feuchten regenreichen Lesejahr besser funktioniert. Auch ist die knabbernde Insektenwelt bis Spätherbst immer stark präsent, anders als früher. Der enorme Energieaufwand einer tonnenweisen Traubenkühlung kommt für unsere Philosophie sowieso nicht infrage.

Der Weincharakter

Fruchtbetonter eleganter Wein mit höheren Säurewerten sollte länger lagern bis zur Füllung, aussergewöhgnlich viel Trinkfreude begeistert heuer den Verkoster:
  • Der FrühroteVeltliner wurde wieder elegant leicht und duftig
  • Sauvignon Mitterweg ist heuer bestimmt einer der herausragenden Weine, vielschichtie Frucht und aromatisch ausklingend, sehr animierend, das Jahr gefiel ihm sehr
  • Hefeabstich Grüner Veltliner verkostet sich trocken und mit harmonischer 'Säure, etwa 11,5 % Alkohol, heuer wieder der Einsteiger wie gewohnt, seit 1987.
  • Roter Veltliner wurde im Oktober vollreif geerntet, er erreicht auch mit  nur12% Alkohol den charmanten Charakter der Vorgänger
  • Fumberg Grüner Veltliner ist wieder ein Aushäöngeschild für klassischen Lößveltliner vom Wagram
  • Weißburgunder Scheiben erreichte wieder die gewohnte Reife,  Frucht, Körper, Harmonie, etwas unter 13% Alk.
  • Riesling Weelfel  gärt noch, aber alle Trauben kerngesund und vollreif nach Hause  gebracht, was allgemein nicht überall so war in der Region
  • Traminer wurde wieder trocken und fruchtig ausgebaut wie 2024, welcher ja ganz gut ankommt
  • Brindlsgraben RoterVeltliner Ende Oktober gelesen, und sehr vielversprechend
  • Zweigelt bleibt paar Wochen auf der Maische, naturbelassen und mit 19 Grad, schöne dunkle Farbe und samtiger Körper

Quellen:


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A-3481    Fels am Wagram
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