Weingarten
& Keller
A.
In den Weingärten:
(.....aktuelle
Weingartenbilder...)
Vorleistungen in den 90ern:
Mit der alten traditionellen Weitraumerziehung in
Österreich wurde nur ein Teil
des Qualitätspotentials genützt. Wir trennten uns davon Ende
der 80iger, setzten wichtige Innovationen.
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Gesunde, reife
inhaltsvolle Trauben - mit hohen, schlanken Laubwänden
Was ist die optimale Erziehung
für unser Terroir und welche Arbeitsweise ergibt sich daraus ?
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Das
ist unsere wichtigste Maßnahme für die Traubengesundheit und
Reife
Die Reihenweite zwischen
2,80 und 2,70 m, um
genug Licht auch noch Ende September zu kriegen. Unsere sanft
ansteigenden Hänge und lehmigen Böden (kühler als steinige oder sandige
Standorte) lassen keine engeren Standweiten zu, ohne Licht- u.
Reifeverlust im Herbst.
Diese Erziehung spart aber auch Wasser,
weil keine überflüssigen Wasserschosse in zu großer Höhe
zu ernähren sind, nur ca. 8 - 12 kräftige Triebe mit Trauben.
Der Ertrag darf nicht
zu viel werden, ohne künstliche
Bewässerung.
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Unsere Maschinen sind an unsere Erziehung angepasst, eine Maschine
("Pellenc")
formiert die Laubwand
hoch, dadurch halten wir
mit den wachsenden Reben mit,
wir helfen den Reben zum Licht, gánz im Sinne artgerechter Haltung.
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NACH
OBEN |
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Biologischer und Biodynamischer
Weinbau: |
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Im Boden schlummert
Qualitätspotential
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Die
Weinbergböden sind in unserem Weingut immer schon begrünt worden, beim kontrolliert
biologischen Anbau
ist das ein wichtiger Teil. Wir begannen schließlich,
die biodynamischen Präparate anzuwenden, die Methode überzeugte durch den
ganzheitlichen Zugang.
Über den
Unterschied
zwischen Bio und Biodynamik...
D ie
Rebe hat ein
Wahlvermögen
- d.h. weniger Wasser und Nährstoffverbrauch.
Rudolf Steiner bezeichnet das als, "...die Pflanze und der Boden werden
vernünftig".
ist mit Hilfe der Präparate, die
Steiner anregte und in den folgenden 80 Jahren von Demeterlandwirten
weiterentwickelt wurden, heute sicherlich weltweit anerkannt.
Kritikern, welche die Details und
Hintergründe der Methode als Beweis für "Geheimsektentum" nehmen, müssen
angesichts der Produktqualität dieser Demeterlebensmittel zur Kenntnis
nehmen, daß DEMETERprodukte meist TOPprodukte der jeweiligen
Warengruppe darstellen.
Angesichts verstärkt miserabler
Lebensmittelqualitäten heben sich Demeterprodukte eindeutig ab, Qualität ist
das wichtigste Verkaufsargument für Demeterbauern.
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Lebendige Weingärten statt Monokultur
Bodenfruchtbarkeit muß erhalten werden
"Die Qualität eines Weines besteht wie Musik aus
drei Komponenten. Zuerst das Instrument, also der
Weingarten. Dann der Musiker, also der Winzer. Und zuletzt die Akustik
im Weinbau, die Resonanz - die Verbindung mit den archetypischen Kräften
des Weinstocks und des Weingartens. Im biodynamischen Weinbau wird diese
Resonanz immens verstärkt." Nicholas Joly
“Die Rebe besitzt eine einzigartige Fähigkeit: Alle die Triebkraft, die
bei den übrigen Pflanzen nur für den jungen Keim aufgespart wird, nur in
den Samen strömt und nicht in das Übrige der Pflanze, ergießt sich bei
der Rebe auch in das Fruchtfleisch hinein, all das, was in der Traube
selbst zur höchsten Spannung gebracht worden ist, wird dem Menschen
verfügbar.”Rudolf Steiner, 1913 |
Bodenpflege - Vielfalt statt Monokultur
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Vielfältige Begrünungen
sind preiswerte vielseitige Werkzeuge um den Boden zu beleben,
fruchtbar zu halten, Hohlräume zu stabilisieren, Regenwurm und Nützlinge
zu füttern, etc.
Wer Pflanzenkraft zu nutzen
weiß, braucht weniger PS
Bei
Trockenheit wird niedergewalzt, bei Feuchtigkeit lassen wir Blühen und
hoch werden - möglichst ganzjährig. Das alles hängt bei uns am meisten
vom Regen ab - unser wichtigster
Minimumfaktor - den wir aufmerksam beobachten und danach handeln.
Es kann daher kein Standardrezept geben. |
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Rund 10 verschiedene Pflanzen
werden 1 - 2 mal im Jahr eingesät, auf einjährige oder mehrjährige
Perioden. Teilweise
aus der eigenen Landwirtschaft vermehrt macht es hier Sinn, nicht nur
allein Weinbau in Monokultur zu betreiben.
Wenn ganzjährig blühende Pflanzen zu finden
sind, müssen Nutzinsekten nicht abwandern, nur in Hecken (z.B.
Brombeere, Hagebutte, Schleedorn) würden sie überleben können. Hecken
sind uns auch sehr wichtig. |
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Die Biodynamik - seit 80 Jahren
ausgeübt
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Präparat Hornmist "500" und
HornKiesel "501"
Unter unserer Mitarbeit in
der Präparategruppe Waldviertel hergestellte Präparate werden auf
unseren Flächen angewendet. Aus der eigenen Gegend gesammelte Kräuter,
selbst erarbeitet, wirken besser als von irgendwo zugekauft. |
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Dieses
Bild zeigt, wie wir gleichzeitig mit z.B. mit der
Gründüngungseinsaat das biodynamisches Präparat "500P" ausbringen. |
Der
Biodynamische Landbau führt unsere Weingärten nochmals eine Stufe
weiter Richtung Bodenfruchtbarkeit und Widerstandskraft, die
Wurzel tiefer in den Unterboden. Und dem Wein bringts mehr lagenspez.
Individualität.
Sie hilft mit gegen die Unbilden des Jahrgangs.
Anregungen hierzu... |
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Kompost wird mit
Pferdemist und Traubentrester, Herbstlaub sowie
etwas Mist von Kühen und Schafen angesetzt und mittels biodynamischer Präparate umgesetzt.
Damit wird der Boden belebt, nicht die Nährstoffwirkung,
sondern der Impuls wirkt.
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Darüber hinaus arbeiten wir ganzjährig mit einem
Spritztunnel, das spart im Vergleich zu Gebläsespritzen 70 - 30 %
Spritzbrühe. |
Der beste
Schutz vor Pilzkrankheiten
ist ein Gleichwicht der Rebe - dadurch daß
die Reben nicht zuviel Nährstoffe erhalten
von einem lebendigen vielfältig belebten Boden.
Sondern gerade ausreichend. |
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Pflanzentees, vor
Ausbringung verrührt, dynamisiert, bewirken
Steigerung der pflanzlichen Widerstandskraft.
Gegen
jede Krankheit wächst bei uns ein Kraut
Mittels Ausbringung von biodynamischen
Präparaten
wird bei uns (ähnlich der
Homöopathie) mehrmals im Jahr Bodenleben oder Rebvitalität angeregt oder
Reife induziert, die Möglichkeiten sind reichhaltig.
Die
Überfahrten mit dem Traktor werden gleichzeitig genutzt zur Ausbringung
oder mittels des Vehikels (Bild rechts)
namens Quad,
welches sehr schnell und leicht ist.
Gemeinsam
nutzen wir zusammen mit
andern Demeterbauern seit 2004 diese Lösung. |
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Bild links:
Kieselspritzung
- sonniger Nachmittag (Fruchttag) September 2005
Es gibt gewisse
Rhythmen,
(z.B. absteigender Mond), wo eine
bessere Wirkung für z.B. Rebschnitt oder Bodenbearbeitung
erzielt werden kann, aber letztendlich muß der
Winzer immer allein für sich gewisse Entscheidungen treffen, er kann nicht Standardrezepten vertrauen,
sondern muß je nach Jahrgangswitterungsverlauf den besten Weg finden. |
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Es
scheint aber so zu sein, daß der Wein zu den
Pflanzenerzeugnissen gehört, welche
ganz
besonders stark auf
die positiven Auswirkungen des Biodynamischen Landbaus nach Anregungen
Dr.Rudolf Steiners reagiert, weil er durch seine Vielfalt an
unterschiedlichsten Aromen ganz leicht spürbar alle Veränderungen
widerspiegelt.
Zitat
Claude Bourgognion
(renommierter franz.Mikrobiologe, untersuchte unter anderem die ziemlich
verarmten Böden in der Burgund): "Ich
kann Ihnen nicht erklären, wie Biodynamik wirkt,
ich kann nur durch das steigende Bodenleben in Zahlen belegen, daß sie
wirkt."
Weiters: "Nur wenn die Wurzeln
nicht durch verarmten Oberboden nach oben gezwungen werden, weil sie
unten keine Luft mehr kriegen, kann der Unterboden seine Minerale an den
Wein vermitteln. Das Bodenleben ist von entscheidender Bedeutung für
tiefe Durchwurzelung."
Weiteres klassisches Zitat: " Manche Weinberge (er
meinte in der
Burgund) enthalten weniger BodenLebewesen als Saharaboden." |
NACH
OBEN
B.
Im Keller:
Die Kellerarbeit ist so, dass sie einfach und
minimalistisch bleibt und den Weinen ihre Seele lässt .
Der Erntezeitpunkt wird anhand Zucker-Säure-Verhältnis und Traubenaroma nach Erfahrung festgesetzt und dauert
von September bis November.
Etwa 10 Tage vor Erntebeginn werden Trauben zur
Gewinnung eigener Hefe geerntet und zur Gärung gebracht.
Geerntet wird nur
per Hand in
Lesekisten, welche ca. 350 kg Trauben fassen. Im kleinem Leseteam
selektieren wir die Trauben in graue oder grüne Kisten. Ein Stapler am
Traktor sammelt die Gebinde ein und hebt sie auf den Anhänger. Möglichst
wenig Herumfahren, geringste Transportwege und Erschütterung, unbeschadete
Trauben gelangen so bis zum Pressraum .
Die Traubenverarbeitung erfolgt nach dem Gefälleprinzip,
Ein Hubstapler kippt die Trauben langsam in einen Trichter.
Seit März 2006 gibt es die neuen
DEMETER-Kellerrichtlinien,
die mit Sicherheit die konsequentesten Vorschriften für Weinerzeugung im
Weinbereich darstellen, in Frankreich hat Demeter bereits auch
Richtlinien .
Kein Verein bis jetzt hat sich zu solch einfachen und
konsequenten Regeln durchgerungen, trotz aktuellen Protesten gegen
Aufweichung des Weinrechts.
Weißwein:
-
Ganze unbeschädigte Trauben gelangen
in die pneumatische Presse, welche mit max. 1 Bar Saft freisetzt, das entspricht einem
normalen Händedruck.
-
Trub
3 - 8 h sedimentieren,
es kommt etwas Tonerde (Bentonit) zum Most. Nur
der sedimentierte Most vergärt später mit
betriebseigener Hefe, welche angesetzt wurde und
weiterbeimpft wird.
-
Langsame Gärung,
zwischen 15 und 22 Grad C, ohne Gärcomputer
nach den Vergären
öfteres
Dekantieren statt Filtration zum absteigenden Mond, Ausbau mit dem
Feintrub, Säureabbau bedarfsweise.
Abgefüllt wird normalerweise im Frühjahr,
ReserveWeine, Barrique-Weine
und Prädikatsweine lagern 6 Monate länger.
Rotwein:
- Dieser gärt relativ warm und steht
insg. mindestens 3 Wochen mit den Beerenschalen
- Nach dem Abpressen
gelangt der Jungwein in große Akazien-Holzfässer, wo er
alleine Säureabbau macht, bis zum Sommer, immer
noch kein Filtern.
- Abgefüllt
wird der Zweigelt nach 18 Monaten und die Reserve nach 30 Monaten über
einen groben Filter.
Weincharakter:

Fruchtigkeit, Reife Vielschichtigkeit
, kommt meist
erst voll im Herbst zur Geltung, allgemein bedürfen unsere Weine Flaschenreife
zur Entfaltung ! Lagerfähig sind besonders die Weine in der dunklen
Flasche, etwa 5 Jahre oder mehr.
Die
Weine zeichnen sich durch einen feinen eleganten Stil aus. Bekömmlichkeit
steht über alles. |