Die Nebensorten

Chardonnay    FrühroterVeltliner   GewürzTraminer   RoterVeltliner

In kleineren Mengen führen wir einige Rebsorten, die der Winzer sehr schätzt und ohne die unser Weingut nicht vollständig wäre. Sie machen zusammen nur rund 10 % unserer Weingärten aus und der Weinfreund tut hier gut daran, rechtzeitig zu reservieren.

In der genetischen Abstammung verbindet diese Reben miteinander  ...der Traminer !

Alle diese Sorten sind nach letzten wisseschaftl. Erkenntnissen auch mit dem GrünenVeltliner verwandt: mehr dazu hier...

Roter Veltliner für die "SlowFood-Arche des Geschmacks" anerkannt:    LINK

Das Hauptaugenmerk der Arbeit für Slow Food liegt in der Vernetzung der Produzenten, Gasthäuser und Konsumenten. SlowFood setzt sich für den Erhalt der geschmacklichen Vielfalt, das Recht auf Genuss, den Erhalt der regionalen Lebensmittel und ihre ökologisch einwandfreie und unverfälschte Produktion ein. (Gut, sauber und fair). Die Slow Food Stiftung für biologische Vielfalt ist Teil von Slow Food und wurde 2003 gegründet, Projekte sind: 

  • ARCHE des GESCHMACKS - (in Österreich ein Projekt von Bio Austria, ArcheNoah, Slow Food Wien und Arche Austria, finanziert aus Mitteln der EU unddes Lebensministeriums) Ein einzigartiger Katalog von ausgewählten, hochwertigen Landwirtschafts- und Lebensmittelprodukten aus der ganzen Welt, die vom Aussterben bedroht sind. Dank der Arbeit von Fachleuten in 18 Landeskommissionen umfasst die Arche heute über 800 Produkte in 50 Ländern. Häufig ist die Aufnahme in die Arche des Geschmacks ein erster Schritt zur Gründung eines Presidio.
  • SLOW FOOD PRESIDI - (singular: presidio = ital. für Schutz) Das wichtigste Projekt der Slow Food Stiftung. Heute gibt es über 300 Presidi in über 40 Ländern der Welt, davon ca. 200 in Italien, die KleinerzeugerInnen unterstützen und hochwertige handwerkliche Produkte bewahren. Dank der Mobilisierung des ganzen Netzwerks von Slow Food - Mitglieder, Fachleute, ForscherInnen, JournalistInnen, KöchInnen und ErzeugerInnen - trägt die Stiftung zur Verbesserung der Produktionstechniken, zur Fortbildung der ErzeugerInnen und zur Stärkung der lokalen wie internationalen Nachfrage nach den Produkten bei. Hier ist eine finanzielle Kraftanstrengung nötig, die Sponsoren (zB.Region, Land)  benötigt.
  • MÄRKTE DER ERDE - Die jüngste Herausforderung ist die "kurze Kette", d.h. die Verringerung der Zwischenstationen zwischen ErzeugerInnen und VerbraucherInnen und die Verkürzung der Reise, die die Lebensmittel bil auf unsere Tische vollziehen, so dass die Umweltauswirkungen des ganzen Prozesses reduziert werden. Speziell fördert die Slow Food Stiftung die Gründung, Verbreitung und Vernetzung von Bauernmärkten in aller Welt

Weiterführendes siehe: www.slowfoodfoundation.org

Am Wagram, in Teilen vom Krems- und Kamptal sowie südlichen Weinviertel wird diese hübsche dunkelrosabeerige Weißweinsorte kultiviert, sie findet hier auf sonnigen, nach Süden ins Donautal blickenden Hängen mit nicht zu viel Feuchtigkeit die besten Bedingungen für ihre Talente. Die starke weinbauliche Bedeutung in Österreich reicht Jahrhunderte zurück, sie ist auch Vatersorte beliebter österr.Lokalsorten: Neuburger, Zierfandler, Rotgipfler, Frühroter, erst im 20.Jahrhundert wäre sie dann fast verschwunden.

Die Rebe liebt trockenere Standorte, Lößterrassen oder schottrige bis sandige Südhänge, hat kein Problem mit zuviel Sonne oder Hitze, ist robuster, wenig Streßanfällig bei Klimaextremen. Der Wein ist feinblumig, dezenter, nicht so intensiv im Duft, wie so manche modernere Weintypen. Die Qualität liegt sehr im Rebmaterial, der gute alte RoterVeltliner - Typ ist dunkel und lockerbeerig, es gibt auch hellrote, dichtbeerige Klone, die unreif bleiben und leicht faulen.

Der Wein bewahrt Eleganz und Balance auch in Hitzejahren, einzig die Reife muß perfekt sein, sonst erreicht er nicht die duftige Blumigkeit und Harmonie, die Trauben müssen schön dunkelrot und reif sein, die Laubarbeit ist etwas aufwendiger wegen seiner langen, oft hängenden dunkeltroten Triebe, mehr Handarbeit ist nötig.

 

 FrühroterVeltliner 2013  Floss

Frühroter Veltliner FLOSS 2007
   

Beschreibung:

Farbe helles Gelb-Grün, feinwürzig blumiger Duft, Zitrusfrüchte. Am Gaumen jugendliche Spritzigkeit, aromatisch, mild und ausgewogen, pikant. Diese seit Jahrhunderten heimische Rebe ist mit Roter Veltliner verwandt, da sie diesen gemeinsam mit Silvaner als Elternsorte hat.

Analyse

Alk 11,5 %  Säure 5,5 g/l    res.sugar 5,5 g/l

Weinbergslage/Riede:

Lössriede Floss in Fels am Wagram, südostwärts geneigter sanfter Hang.

Boden:

25 m tiefgründiger Lößboden, 20% Kalk, feiner sandiger Lehm mit Humusauflage

Weingarten:

25jährige Reben (5000Pfl./ha), ein Bogen und hohe Laubwand, keine Bewässerung. Zertifiziert biologisch-dynamische Wirtschaftsweise (Demeter)

Ertrag:

5000 kg / ha, am 26. September 2013 händisch geerntet in 300 kg Lesekisten

Weinbereitung:

Ganze Trauben durch Schwerkraft in die Weinpresse befüllt, 5 h Saftkontakt mit Beerenhäuten, schonende Pressung, Tonerdeschönung, Mostsedimentation, langsame kühle Gärung mit eigener bodenständiger Hefe in Stahltank, kurzer Ausbau auf der Feinhefe, mehrmals Dekantieren bis zur Füllung in Flasche.

 

Weinentwicklung:

Der Frührote ist milder und wird früher trinkreif als die anderen Sorten, er erbringt schon im Erntejahr schöne Harmonie, wo unsere anderen Weine noch etwas eckig wirken. Es sind noch Aromasteigerungen merkbar, wird runder und fruchtiger, Flaschenlagerung 2 bis 3 Jahre möglich

Trinkoptimum:

ab Herbst 2013 bis etwa 2015 , zu Vorspeisen oder herbstlichen Gerichten


Roter Veltliner 2013 Fels am Wagram

 

Link zu Pressestimmen

 

Wein:
            Farbe helles Gelb-Grün, zarter blumiger Duft, würzig, nussig. Am Gaumen knackige Frische und Spritzigkeit, Maronianklänge, resch und rassig.
Trauben:
            reife RoterVeltliner-Trauben mit ca.19 Grad KMW (entspricht 12 % Alk),  gesunde Beeren
Weinbergslage:
            3 verschied. Lössrieden in der Gemeinde Fels am Wagram: Fumberg, Zeisleiten und Kogl
Boden:
            tiefgründiger Lößboden, 40% Kalk, feiner sandiger Lehm mit Humusauflage
Exposition:
            Südgeneigte, sanft terrassenartig ansteigende Gelände mit "Gstetten" (Ökoinseln) dazwischen. Frühe Lagen
Weingarten:
            Alte ca.  30jährige Reben, auf Bogen und hohe Laubwand umgestellt
Ertrag:
            50 hl pro ha
Ernte:
            Anfang Oktober handgelesen
Weinbereitung:
            ganze Trauben in die Weinpresse befüllt, schonende Pressung, danach Tonerdeschönung, Mostvorklärung durch 4 h Stehenlassen, langsame kühle Gärung mit eigener bodenständiger Hefe in Stahltank, Vollfüllen, später 1.Abstich und 2 Monate Ausbau auf dem Feintrub, Grobfiltration, Mitte März Füllung in Flasche
Weinentwicklung:
            Trotz jetziger Duftigkeit sind noch Aromasteigerungen merkbar, wird runder und fruchtiger, braucht länger als die Grünen, Flaschenlagerung 3 bis 4 Jahre möglich
Trinkoptimum:
            ab Frühjahr bis etwa 4 Jahre
Analyse:
            Alk 12,5 %     Säure 6,1 g/l    Restzucker 3,7 g/l

 


Mitterweg 2013 Sauvignon blanc

Wein:
Farbe helles Gelb-Grün, süßer vegetaler Duft von schwarzen Johannisbeeren, Anklänge nach rotem und gelbem Paprika, mineralische Würze, die fast ein bißchen an Feuerstein erinnert. Auch Stachelbeere. Am Gaumen ein kernig-rassiger Körper mit Saft und Kraft, Im Abgang  Aromatik wie im Duft elegant nachklingend.
Trauben:
            vollreife Sauvignon-Trauben mit 19 Grad KMW , vollkommen gesunde Beeren
Weinbergslage:
            Ried "Mitterweg" in Fels am Wagram, unsere früheste Lage
Boden:
            20 m tiefgründiger Lößboden, 42% Kalk, klassisches Terroir einer Felser LössLage
Exposition:
            Unteres Hangdrittel, Südrichtung, terrassenartig ansteigendes Gelände mit "Gstetten" (Ökoinseln) dazwischen
Weingarten:
            1994 gepflanzte Reben, Bogenschnitt und hohe schlanke Laubwand, ca. 6000 Pflanzen/ha
Ertrag:
            30 hl pro ha, nur gesunde Trauben verwendet
Ernte:
           anfangs Oktober handgelesen in 600l Lesekisten
Weinbereitung:
            Ganze Trauben mittels Schwerkraft in die Weinpresse befüllt, schonende pneumatische Pressung, danach Tonerdeschönung, Mostvorklärung durch 4 h Stehenlassen, langsame kühle Gärung mit eigener bodenständiger Hefe in Stahltank, Vollfüllen, später 1.Abstich und 4- monatiger Ausbau auf dem Feintrub, Sedimentation, Mitte März Füllung in Flasche
Weinentwicklung:
            Steigert sich bis Mai zu klassischer Sortentypizität, ab Herbst kommt Sortenaromatik erst richtig, Flaschenlagerung ist von Vorteil, min. 7 Jahre Ausbaufähigkeit
Trinkoptimum:
            ab Herbst, dann sehr ausgeglichen bis etwa 7 Jahre lebendige Frucht
Analyse:
            Alk 12,6 % Säure 6,0 g/l    Restzucker 1,8 g/l

Mitterweg 2012 Traminer  Trio         

 

Wein:
Farbe helles Gelb-Grün, süßer aromatischer Duft nach Rosen, Litschi und auch Zitrusfrüchte, elegant und mit Luft immer mächtiger, Vielschichtigkeit. Am Gaumen ein ruhiger sanfter Körper mit viel Kraft, Aromatik wie im Duft, ewig nachklingend, ausgewogene Balance.
Trauben:
            Cuvée aus Roter, Gewürz- u. Gelben Traminer-Trauben mit 20 Grad KMW (entspricht 13 %Alk), vollreife vorwiegend gesunde Beeren
Weinbergslage:
            Ried "Mitterweg" in Fels am Wagram
Boden:
            20 m tiefgründiger Lößboden, 42% Kalk, klassisches Terroir einer Felser Lage
Exposition:
            Mittleres Hangdrittel, Südrichtung, terrassenartig ansteigendes Gelände mit "Gstetten" (Ökoinseln) dazwischen
Weingarten:
            Über 20 Jahre alte Reben, Bogenschnitt und hohe schlanke Laubwand, ca. 4000 Pflanzen/ha. Die 3 Traminerspielarten haben jeweils 1/3 Anteil: Roter, Gewürz- u. Gelber Traminer.
Ertrag:
            20 hl pro ha
Ernte:
            20 Oktober handgelesen in 600l Lesekisten
Weinbereitung:
            ganze Trauben in die Weinpresse befüllt, 4 h Stehenlassen, schonende Pressung, danach Tonerdeschönung, Mostvorklärung durch 4 h Stehenlassen, langsame kühle Gärung mit eigener bodenständiger Hefe  in neuem 300l Eichenfass, t, Vollfüllen, später 1.Abstich und 2 Monate Ausbau auf dem Feintrub, zurück in Stahl, 3mal dekantieren, Mitte April Füllung in Flasche
Weinentwicklung:
            primäre Zitrus-Litschiaromen schon nach Füllung, mit Zeit und Luft kommt Rosenaromatik erst richtig, Flaschenlagerung ist von Vorteil, min. 10 Jahre Ausbaufähigkeit und mehr
Trinkoptimum:
            zu Gänseleber, Kalbsleber, Bries und ähnlich intensivem Fleisch, Pilzen oder asiat.Gerichte
Analyse:
            Alk 13,5 %      Säure 5 g/l        Restzucker 3.6 g/l

Sonstiges:   GrandCru-Sieger im alacarte 4-05