Weil die Basis ihrer Arbeit ein nachhaltiger und schonender Umgang mit der Natur
ist. Weil sie mit Verantwortung Qualitätsprodukte erzeugt und durch das Prinzip
der Kreislaufwirtschaft regionales Wachstum fördert.
Bio-Landwirtschaft ist angewandter Boden- und Gewässerschutz. Nur durch diese
Bewirtschaftungsform können pestizidfreie Nahrungsmittel gewährleistet werden.
Denn was nicht in der Produktion eingesetzt wird, kann auch nicht als Giftrest
im fertigen Produkt sein.
Studie untermauert Gesundheitsargumente
Viel wurde bisher über die Qualität von Bio-Lebensmitteln spekuliert!
hier wurde eine große Zahl internationaler
Untersuchungen ausgewertet. Aus der daraus resultierenden umfassenden
Vergleichsstudie fügen sich viele wissenschaftliche Puzzlesteine zu einem
runden Gesamtbild! Demnach bietet Bio neben den bekannten ökologischen auch
eine Menge gesundheitliche und sensorische Vorteile.
Kurzversion der Studie
(pdf ;320 kB)
Sie können aber auch die Orginalversion als pdf-Datei lesen und laden:
Bio-Ernte Austria
Der Gehalt an gesunden Inhaltsstoffen, vor allem Vitamin C und
Mineralstoffe, in Biolebensmittel ist höher. Das wurde in
Langzeitversuchen nachgewiesen: biologisch und konventionell angebautes Gemüse
derselben Sorte wurde mit denselben Testmethoden verglichen. Rahmenbedingungen
waren gleiche Witterung und Klima, gleiche Höhenlage, selber Jahrgang,
gleichwertiger Boden.
Biogemüse (Spinat, Kartoffeln, Kopfsalat, Sellerie, Kohl, Karotten) hatte
signifikant höheren Gehalt an: Vitamin C (28%), Zucker (19%), Eiweiß (18%),
Methionin (eine essentielle Aminosäure, 13%) und sowie an Mineralstoffen wie
Eisen und Magnesium (77%), aber auch Kalium (18%), Calcium (10%) und Phosphor
(13%).
Bei Karotten, Rote Rüben, Weizen, Äpfel, die bei einem Projekt des Ludwig
Bolzmann Instituts nach verschiedenen wissenschaftlichen Methoden sowie mit
Futterwahlversuchen mit Ratten getestet wurden, fielen die Ergebnisse
eindeutig zu Gunsten von Bio aus:
Im Vergleich zu konventionell angebauten zeigten auch Bioäpfel aus der
Oststeiermark einen deutlich höheren Vitamin C-Gehalt sowie eine Reihe anderen
positiven Eigenschaften.
Zahlreiche Studien in den USA und der Schweiz belegen ebenso den höheren
Gehalt an Vitamin C und
Mineralstoffen bei Biolebensmitteln.
Versuche mit Weizen aus dem Marchfeld zeigten, dass in Bioweizen mehr
essentielle (d.h. vom Körper benötigte) sowie ernährungsphysiologische (d.h.
vom Körper besser verwertbare) Aminosäuren enthalten sind. Das im
konventionellem Weizen höher enthaltene Klebereiweiß, ausschlaggebend für die
Backfähigkeit, ist auch im Bioweizen mit 11-12% Gehalt ausreichend für die
Backqualität. Die aus Bioweizen gebackenen Kekse werden in Rattenversuchen von
selbigen klar bevorzugt.
Biolebensmittel enthalten mehr sogenannte bioaktive Substanzen (u.a.
Vitamin C und E, B6 und B12, ß-Karotin, Folsäure, Flavonoide, Phenole,
Glukosinolate, Sulfide, Selen). Diese Stoffe haben schützende Wirkung indem
sie die freie Radikale im Körper neutralisieren, d.h. den Körper "entgiften".
Diese Stoffe wurden übrigens früher auch als Bitterstoffe bezeichnet und aus
dem konventionellen Gemüse bzw. deren Samen "herausgezüchtet". Biologischer
Anbau greift häufig auf alte Sorten zurück, die diese Stoffe enthalten.
Biolebensmittel haben dadurch einen schützenden Effekt vor den
unterschiedlichsten Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
verzögern den geistigen Abbau bzw. fördern Langzeitgedächtnis und geistige
Leistungen. Beim Genuss von Biogemüse besteht auch keine Gefahr von zu großer
Zufuhr von bioaktiven Substanzen, wie das in Tablettenform (z.B. Vit.
A-Formen) sehr wohl passieren kann.
Biolebensmittel, vor allem Blattgemüse und Kraut haben mehr Ballaststoffe.
Mehr Ballaststoffe führen zu einer bessere Verdaubarkeit. Außerdem wird die
Magen-Darm-Passage beschleunigt, krankheitserregende Abfallstoffe, die sich
aus jeder Nahrung bilden, werden schneller ausgeschieden. Daher besteht
weniger Risiko, an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und Darmkrebs zu
erkranken.
Zwischen der Schmackhaftigkeit und dem Gehalt an gesunden Inhaltsstoffen
besteht ein positiver Zusammenhang. In Aromastoffanalysen wurden bedeutende
Unterschiede zugunsten von Biolebensmittel festgestellt.
Bio-Äpfel (Golden Delicious aus der Oststeiermark), die im Vergleich zu jenen
aus konventionellem Anbau einen deutlich höheren Gehalt an Vitamin C aufwiesen
wurden von 77% der 482 Testpersonen bevorzugt. Ebenso entschieden sich die
Testratten eindeutig für die Bioäpfel.
Auch in anderen sogenannte Beliebtheitstests hatten Bio-Äpfel (Golden
Delicious, Idared) die Nase weit vorne, ebenso Bio-Apfelsäfte, die
hinsichtlich ihrer Gesamtqualität getestet wurden, d.h. im Vergleich von
Farbe, Aussehen, Geruch, Geschmack und Harmonie.
Eine Studie aus den USA zeigte ebenso, dass bei Geschmackstests die Bio-Äpfel
und Bio-Roten Rüben besser abschneiden.
Biolebensmittel sind weniger mit Nitrat (Stickstoff) belastet. Die Art der
Düngung beeinflusst sowohl den Gehalt an Vitamin C als auch Nitrat deutlich:
Bioprodukte zeigen höheren Vitamin C-Werte
und zwischen 10 und 90% geringere Nitrat-Belastung als Produkte aus
konvetioneller Landwirtschaft. Sämtliche zusammenfassende Vergleichsstudien
zeigten höhere Nitratgehalte in mineralisch gedüngtem Gemüse, besonders
Blatt-, Wurzel-, und Knollengemüse.
Im biologischen Landbau werden keine "Kunstdünger" - leicht wasserlöslichen
Stickstoffdünger - verwendet, sondern nur organischer Dünger. Dieser wird im
Boden langsam zersetzt, der Stickstoff wir nach und nach für die Pflanzen
verfügbar. So ist ebenso die Nitratverunreinigung in Boden und Grundwasser
wesentlich geringer.
Nitrat wandelt sich über das Zwischenprodukt Nitrit in Nitrosamine um. Nitrit verändert (oxidiert) den roten Blutfarbstoff Hämoglobin und blockiert damit den Sauerstofftransport. Bei Babys kann Nitrit zu Sauerstoffmangel bis Blausucht führen, da der Recycling-Mechanismus noch nicht voll ausgebildet ist. Nitrosamine sind für alle Altersgruppen krebserregend. Nitrat kann mit Pestizid-/Fungizid-Rückständen oder deren Abbauprodukten stark krebserregende Verbindungen bilden, auch wenn in keinem Fall Grenzwerte überschritten werden.
Ein weiteres Argument für Bio ist, dass sich in Biolebensmittel kaum
Pestizidrückstände befinden.
Schüpbach vom Laboratorium Basel untersuchte Obst und Gemüse vom Markt, ging
also sehr verbraucherorientiert vor. Dabei stellte sich heraus, dass
- 39.1% der konventionellen Produkte mit Pestizidspuren belastet waren, d.h.
mehr als jede 3. der Proben enthält Spritzmittelrückstände, bei 6.2% über der
zugelassenen Höchstmenge.
- Biokost war zu über 97% rückstandsfrei bzw. die Rückstände waren nicht
messbar.
Wintergemüse (Salat) war in der Untersuchung ausgenommen. Es hätte die
konventionellen Produkte noch schlechter abschneiden lassen!
Andere Pestizid-Rückstandsanalysen von über 9.100 Ökoprodukten zeigten: 90,4%
enthielten keine nachweisbaren Rückstände. Alle anderen Proben lagen 10fach
unter dem europäischen Grenzwert.
Die WHO hat für Biozidrückstände und Schwermetalle Grenzwerte festgelegt (ADI
= acceptable daily intake). Dabei wird meist nur ein einzelner Stoff
berücksichtigt. Da die Bevölkerung aber vielerlei Stoffen in Umwelt und
Nahrung ausgesetzt ist, besteht die Gefahr, dass Nebeneffekte und vor allem
Interaktionen übersehen werden.
Bis heute ist von vielen Pestiziden nicht bekannt, in welchem Ausmaß sie Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben. Die Bevölkerung nimmt somit unfreiwillig an einem Langzeit-Großversuch teil, bei dem sie laufend Schadstoff-Cocktails konsumiert. Viele Pestizide sind schwer wasserlöslich. Tauchen sie konzentriert im Grundwasser auf, ist dies meist ein Alarmzeichen für eine Belastung der gesamten Umwelt (Boden, Pflanzen) und für eine Gefährdung der gesamten menschlichen Nahrungskette. Höhere Pestizidkonzentrationen bedeuten ein erhöhtes Krebsrisiko für die Bevölkerung.
... sind bei der Verarbeitung für Bioprodukte nur sehr beschränkt
zugelassen. Jeder Zusatzstoff und Schadstoff, jedes Pestizid- und Düngemittel
bzw. deren Rückstände birgt das Risiko in sich, Allergien auszulösen.
Bioprodukte haben kaum Zusatzstoffe, tendenziell weniger Schadstoffe,
verschwindend Pestizide bzw. Rückstände, daher kaum Potential, Allergien
auszulösen.
| Lebensmittelzusatzstoffe | Anzahl der für Lebensmittel allgemein zugelassen Zusatzstoffe | Anzahl der für Bioprodukte zugelassenen Zusatzstoffe |
|---|---|---|
| Antioxidationsmittel | 55 | 11 |
| Farbstoffe | 48 | 1 |
| Verdickungsmittel | 74 | 12 |
| Geschmacksverstärker | 19 | keine |
| Konservierungsstoffe | 50 | 3 |
| Säureregulatoren | 28 | 6 |
| künstliche Süßstoffe | 11 | keine |
| Trennmittel | 10 | keine |