Bio is(s)t gesünder !!

Bio-Landwirtschaft ist eine der konstruktivsten Zukunftsstrategien.

     


Weil die Basis ihrer Arbeit ein nachhaltiger und schonender Umgang mit der Natur ist. Weil sie mit Verantwortung Qualitätsprodukte erzeugt und durch das Prinzip der Kreislaufwirtschaft regionales Wachstum fördert.

Bio-Landwirtschaft ist angewandter Boden- und Gewässerschutz. Nur durch diese Bewirtschaftungsform können pestizidfreie Nahrungsmittel gewährleistet werden. Denn was nicht in der Produktion eingesetzt wird, kann auch nicht als Giftrest im fertigen Produkt sein.

 

Mehr gesunde Inhaltsstoffe - weniger Schadstoffe

Zahlreiche Argumente sprechen dafür, dass es auf dem Weg zu einer gesunden Ernährung Vorrang für Bio! heißt. Biologisch erzeugte Lebensmittel sind nachweislich gesünder. Zwei Fakten sprechen in erster Linie dafür: es gibt einen eindeutigen Trend, dass Bioprodukte einen höheren Gehalt an Nährstoffen und Ballaststoffen haben und sie enthalten wesentlich weniger Schadstoffe.

Ist Bio wirklich besser?

Studie untermauert Gesundheitsargumente

Viel wurde bisher über die Qualität von Bio-Lebensmitteln spekuliert! hier wurde eine große Zahl internationaler Untersuchungen ausgewertet. Aus der daraus resultierenden umfassenden Vergleichsstudie fügen sich viele wissenschaftliche Puzzlesteine zu einem runden Gesamtbild! Demnach bietet Bio neben den bekannten ökologischen auch eine Menge gesundheitliche und sensorische Vorteile.

Kurzversion der Studie (pdf ;320 kB)

Sie können aber auch die Orginalversion als pdf-Datei lesen und laden: Bio-Ernte Austria

Biolebensmittel haben mehr gesunde Inhaltsstoffe

Der Gehalt an gesunden Inhaltsstoffen, vor allem Vitamin C und Mineralstoffe, in Biolebensmittel ist höher. Das wurde in Langzeitversuchen nachgewiesen: biologisch und konventionell angebautes Gemüse derselben Sorte wurde mit denselben Testmethoden verglichen. Rahmenbedingungen waren gleiche Witterung und Klima, gleiche Höhenlage, selber Jahrgang, gleichwertiger Boden.

Biogemüse (Spinat, Kartoffeln, Kopfsalat, Sellerie, Kohl, Karotten) hatte signifikant höheren Gehalt an: Vitamin C (28%), Zucker (19%), Eiweiß (18%), Methionin (eine essentielle Aminosäure, 13%) und sowie an Mineralstoffen wie Eisen und Magnesium (77%), aber auch Kalium (18%), Calcium (10%) und Phosphor (13%).

Bei Karotten, Rote Rüben, Weizen, Äpfel, die bei einem Projekt des Ludwig Bolzmann Instituts nach verschiedenen wissenschaftlichen Methoden sowie mit Futterwahlversuchen mit Ratten getestet wurden, fielen die Ergebnisse eindeutig zu Gunsten von Bio aus:

Im Vergleich zu konventionell angebauten zeigten auch Bioäpfel aus der Oststeiermark einen deutlich höheren Vitamin C-Gehalt sowie eine Reihe anderen positiven Eigenschaften.

Zahlreiche Studien in den USA und der Schweiz belegen ebenso den höheren Gehalt an Vitamin C und Mineralstoffen bei Biolebensmitteln.

Versuche mit Weizen aus dem Marchfeld zeigten, dass in Bioweizen mehr essentielle (d.h. vom Körper benötigte) sowie ernährungsphysiologische (d.h. vom Körper besser verwertbare) Aminosäuren enthalten sind. Das im konventionellem Weizen höher enthaltene Klebereiweiß, ausschlaggebend für die Backfähigkeit, ist auch im Bioweizen mit 11-12% Gehalt ausreichend für die Backqualität. Die aus Bioweizen gebackenen Kekse werden in Rattenversuchen von selbigen klar bevorzugt.

Biolebensmittel enthalten mehr sogenannte bioaktive Substanzen (u.a. Vitamin C und E, B6 und B12, ß-Karotin, Folsäure, Flavonoide, Phenole, Glukosinolate, Sulfide, Selen). Diese Stoffe haben schützende Wirkung indem sie die freie Radikale im Körper neutralisieren, d.h. den Körper "entgiften".

Diese Stoffe wurden übrigens früher auch als Bitterstoffe bezeichnet und aus dem konventionellen Gemüse bzw. deren Samen "herausgezüchtet". Biologischer Anbau greift häufig auf alte Sorten zurück, die diese Stoffe enthalten.

Biolebensmittel haben dadurch einen schützenden Effekt vor den unterschiedlichsten Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, verzögern den geistigen Abbau bzw. fördern Langzeitgedächtnis und geistige Leistungen. Beim Genuss von Biogemüse besteht auch keine Gefahr von zu großer Zufuhr von bioaktiven Substanzen, wie das in Tablettenform (z.B. Vit. A-Formen) sehr wohl passieren kann.

Biolebensmittel, vor allem Blattgemüse und Kraut haben mehr Ballaststoffe.
Mehr Ballaststoffe führen zu einer bessere Verdaubarkeit. Außerdem wird die Magen-Darm-Passage beschleunigt, krankheitserregende Abfallstoffe, die sich aus jeder Nahrung bilden, werden schneller ausgeschieden. Daher besteht weniger Risiko, an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und Darmkrebs zu erkranken.

Besserer Geruch und Geschmack

Zwischen der Schmackhaftigkeit und dem Gehalt an gesunden Inhaltsstoffen besteht ein positiver Zusammenhang. In Aromastoffanalysen wurden bedeutende Unterschiede zugunsten von Biolebensmittel festgestellt.

Bio-Äpfel (Golden Delicious aus der Oststeiermark), die im Vergleich zu jenen aus konventionellem Anbau einen deutlich höheren Gehalt an Vitamin C aufwiesen wurden von 77% der 482 Testpersonen bevorzugt. Ebenso entschieden sich die Testratten eindeutig für die Bioäpfel.

Auch in anderen sogenannte Beliebtheitstests hatten Bio-Äpfel (Golden Delicious, Idared) die Nase weit vorne, ebenso Bio-Apfelsäfte, die hinsichtlich ihrer Gesamtqualität getestet wurden, d.h. im Vergleich von Farbe, Aussehen, Geruch, Geschmack und Harmonie.
Eine Studie aus den USA zeigte ebenso, dass bei Geschmackstests die Bio-Äpfel und Bio-Roten Rüben besser abschneiden.

In Biolebensmittel sind weniger Schadstoffe enthalten

Biolebensmittel sind weniger mit Nitrat (Stickstoff) belastet. Die Art der Düngung beeinflusst sowohl den Gehalt an Vitamin C als auch Nitrat deutlich: Bioprodukte zeigen höheren Vitamin C-Werte und zwischen 10 und 90% geringere Nitrat-Belastung als Produkte aus konvetioneller Landwirtschaft. Sämtliche zusammenfassende Vergleichsstudien zeigten höhere Nitratgehalte in mineralisch gedüngtem Gemüse, besonders Blatt-, Wurzel-, und Knollengemüse.

Im biologischen Landbau werden keine "Kunstdünger" - leicht wasserlöslichen Stickstoffdünger - verwendet, sondern nur organischer Dünger. Dieser wird im Boden langsam zersetzt, der Stickstoff wir nach und nach für die Pflanzen verfügbar. So ist ebenso die Nitratverunreinigung in Boden und Grundwasser wesentlich geringer.

Gesundheitliche Auswirkungen von Nitrat

Nitrat wandelt sich über das Zwischenprodukt Nitrit in Nitrosamine um. Nitrit verändert (oxidiert) den roten Blutfarbstoff Hämoglobin und blockiert damit den Sauerstofftransport. Bei Babys kann Nitrit zu Sauerstoffmangel bis Blausucht führen, da der Recycling-Mechanismus noch nicht voll ausgebildet ist. Nitrosamine sind für alle Altersgruppen krebserregend. Nitrat kann mit Pestizid-/Fungizid-Rückständen oder deren Abbauprodukten stark krebserregende Verbindungen bilden, auch wenn in keinem Fall Grenzwerte überschritten werden.

Kaum Pestizidrückstände

Ein weiteres Argument für Bio ist, dass sich in Biolebensmittel kaum Pestizidrückstände befinden.

Schüpbach vom Laboratorium Basel untersuchte Obst und Gemüse vom Markt, ging also sehr verbraucherorientiert vor. Dabei stellte sich heraus, dass
- 39.1% der konventionellen Produkte mit Pestizidspuren belastet waren, d.h. mehr als jede 3. der Proben enthält Spritzmittelrückstände, bei 6.2% über der zugelassenen Höchstmenge.
- Biokost war zu über 97% rückstandsfrei bzw. die Rückstände waren nicht messbar.
Wintergemüse (Salat) war in der Untersuchung ausgenommen. Es hätte die konventionellen Produkte noch schlechter abschneiden lassen!

Andere Pestizid-Rückstandsanalysen von über 9.100 Ökoprodukten zeigten: 90,4% enthielten keine nachweisbaren Rückstände. Alle anderen Proben lagen 10fach unter dem europäischen Grenzwert.

Die WHO hat für Biozidrückstände und Schwermetalle Grenzwerte festgelegt (ADI = acceptable daily intake). Dabei wird meist nur ein einzelner Stoff berücksichtigt. Da die Bevölkerung aber vielerlei Stoffen in Umwelt und Nahrung ausgesetzt ist, besteht die Gefahr, dass Nebeneffekte und vor allem Interaktionen übersehen werden.

Was sagen die ÄrztInnen?

Bis heute ist von vielen Pestiziden nicht bekannt, in welchem Ausmaß sie Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben. Die Bevölkerung nimmt somit unfreiwillig an einem Langzeit-Großversuch teil, bei dem sie laufend Schadstoff-Cocktails konsumiert. Viele Pestizide sind schwer wasserlöslich. Tauchen sie konzentriert im Grundwasser auf, ist dies meist ein Alarmzeichen für eine Belastung der gesamten Umwelt (Boden, Pflanzen) und für eine Gefährdung der gesamten menschlichen Nahrungskette. Höhere Pestizidkonzentrationen bedeuten ein erhöhtes Krebsrisiko für die Bevölkerung.

Lebensmittelzusatzstoffe ...

... sind bei der Verarbeitung für Bioprodukte nur sehr beschränkt zugelassen. Jeder Zusatzstoff und Schadstoff, jedes Pestizid- und Düngemittel bzw. deren Rückstände birgt das Risiko in sich, Allergien auszulösen.

Bioprodukte haben kaum Zusatzstoffe, tendenziell weniger Schadstoffe, verschwindend Pestizide bzw. Rückstände, daher kaum Potential, Allergien auszulösen.


 

Lebensmittelzusatzstoffe Anzahl der für Lebensmittel allgemein zugelassen Zusatzstoffe Anzahl der für Bioprodukte zugelassenen Zusatzstoffe
Antioxidationsmittel 55 11
Farbstoffe 48 1
Verdickungsmittel 74 12
Geschmacksverstärker 19 keine
Konservierungsstoffe 50 3
Säureregulatoren 28 6
künstliche Süßstoffe 11 keine
Trennmittel 10 keine